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09.06.2021

Pferdegesundheit

Erforschung des Vorkommens der Pferdelausfliege


An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden hat sich ein Team von Studierenden unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Jentzsch etabliert, das sich mit der Erforschung der Vorkommen von Lausfliegen befasst. Diese zu den Fliegen (Diptera) gehörenden Insekten sind blutsaugende Parasiten bei Warmblütern mit einem unterschiedlichen Grad der Wirtbindung. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit Herr Prof. Dr. Markus Freick untersucht zudem mit molekularbiologischen Methoden das Potenzial dieser Zweiflügler, Krankheitserreger zu übertragen. Dabei soll sich der Fokus auch auf die Pferdelausfliege Hippobosca equina richten.

Aus alten Museumssammlungen wissen wir, dass die Art früher allerorten, wo es Pferde gab, zu finden war. Heute sind Nachweise hingegen rar.

Daher ergeht die Bitte an alle PferdehalterInnen, bei der Suche nach Pferdelausfliegen zu helfen. Die Pferdelausfliege lebt, wie der Name es sagt, vorwiegend auf Pferden, aber auch Rinder gehören zu ihren Wirten. Menschen parasitiert sie nicht. In der Pferdehaltung ist der Parasit vermutlich bekannt. Das Insekt erreicht eine Größe von 6 – 9 mm, ihr Körper erscheint flachgedrückt und mit einem kräftigen Chitinpanzer versehen (siehe Abbildung). Damit ist sie deutlich größer als die vor allem im Herbst sehr häufigen, maximal 4 mm großen Hirsch- und Rehlausfliegen, die bei Waldausflügen mitunter recht lästig werden können. Im Vergleich zu anderen Fliegen ist sie weniger flugfreudig.

Sollten Sie in Ihren Pferdebeständen oder auf Einzeltieren auf Pferdelausfliegen treffen, ergeht die freundliche Bitte, diese einzusammeln. Dazu würden Sie von unserem Team mit Sammelröhrchen (enthält 70% Alkohol) und einer kurzen Anleitung ausgestattet.

Wer bei der Erfassung dieser Parasiten mithelfen möchte, meldet sich bitte mit Angabe der Postadresse unter folgender Email-Adresse:

soeren.knipper@htw-dresden.de

Sie bekommen dann umgehen die Sammelröhrchen zugeschickt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 
Prof. Dr. Matthias Jentzsch

Pressetext

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